"Kultur macht STARK" in Emden
Unser Angebot des elementaren Musizierens mit zusätzlichem Schwerpunkt auf musikpädagogischer Sprachförderung findet wöchentlich zweimal in Form eines 60-minütigen Elementarunterrichts in den Bewegungsräumen der Kindergärten statt. Eine Fachkraft für Elementare Musikpädagogik (EMP) der Musischen Akademie Emden unterrichtet zusammen mit einer Erzieherin des Kindergartens die Kindergruppe; sie steht in engem Kontakt sowohl mit der Leitung als auch den übrigen Erzieherinnen der Einrichtung. Ein Mitglied des Fördervereins sorgt für die Durchführung und Leitung der im Konzept verankerten pädagogischen Reflexionsgespräche.
Es ist unser Ziel, dass die Kinder Kommunikation in einem kommunikativen Umfeld erleben, in Beziehung zu anderen Menschen treten und sich aktiv der Umwelt zuwenden können. Sie sollen dazu angeregt und motiviert werden, sich sprachlich (und musikalisch) zu äußern. Neben der Sprachförderung ist natürlich das Heranführen an Musik selbst ein Ziel.
Unser Musikangebot ist ganzheitlich aufgebaut und hat die Entwicklung der allgemeinen Körperempfindung zum Ziel. Durch die Entwicklung des Hör-, Seh- und Tastsinns und die Verfeinerung des Gleichgewichtsinns wird auch die Basis für den Erwerb von Sprachkompetenzen gestärkt. Die Entwicklung der Artikulation wird trainiert und der Wortschatz aufgebaut; der Prozess des Erkennens und Begreifens von Mustern und Regeln grundlegender Grammatik wird gefördert.
Die für den Spracherwerb grundlegende Ausbildung der Fähigkeit zur Abstraktion wird durch Impulse aus dem Bereich des Hörens, Sehens und Fühlens, die sich auf die Bedeutung von Worten beziehen, ermöglicht. Über musikalische Parameter wird das Bedeutungsspektrum von Worten aufgefächert.
Die teilnehmenden Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren benötigen Sprachförderung und besondere Unterstützung in der sozialen, kognitiven und motorischen Entwicklung; sie wurden aufgrund ihres Hintergrunds als besonders förderungsbedürftig eingestuft, ausgewählt und gezielt angesprochen. Durch die Integration der Maßnahme in den Kindergarten-Alltag wird die Partizipation der Kinder sichergestellt; die Zustimmung der Eltern zu der Maßnahme wird benötigt, zusätzliches Engagement ihrerseits ist aber optional.
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